Insektenhotels
Wollen auch Sie etwas für den biologischen Pflanzenschutz in Ihrem Garten tun??
Im Umweltzentrum Freital e.V. können sich Interessierte Anregungen und Hinweise für den Bau von Insektenhotels holen. Anhand von Schauobjekten ist der Selbstbau leicht möglich.

Insekten
...sind eine interessante Spezies. Ihre Farben- und Formenvielfalt ist beeindruckend. Mehr als zwei Drittel aller Arten von Lebewesen gehören zu den Insekten.
Sie tragen dazu bei, dass abgestorbene Pflanzen und tote Tiere zersetzt und abgebaut werden. So können sie als Nährstoffe wieder in den biologischen Kreislauf eingebaut werden.
Insekten werden gern in Schädlinge und Nützlinge eingeteilt. Die schädlichen Insekten können aber auch durch andere Insekten im Zaum gehalten werden. Marienkäfer und Florfliegenlarven sind bekannte natürliche Feinde der schädlichen Blattläuse. Insekten sind notwendig zum Bestäuben von Nutzpflanzen. Seide und Honig sind geschützte Produkte, die wir Insekten verdanken.
Warum Nisthilfen?
Die Insektenklasse der Hauptflügler - hierzu gehören Wildbienen- und Wespenarten - sind in Gärten immens wichtig. Sie sind nicht nur für die Bestäubung notwendig, sie dienen als natürliche Feinde auch der Regulierung von Schädlingen.
Die meisten Hauptflügler benötigen zum Nisten Bohrgänge in abgestorbenen Hölzern. Im naturbelassenen Umfeld werden diese Bohrgänge durch Käfer erzeugt. In angelegten Gärten fehlen normalerweise dies natürlichen Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten. Nistkästen können hier Abhilfe bieten.
Es gibt verschiedene Arten:
Bohrungen in Holz,
Löcher in Lehm,
Schilf und Stroh dienen als Brutstätten.
Die Nisthilfen können einzeln aufgehängt oder in eine Steinmauer integriert werden. Auf eine sonnige, wind- und regengeschützte Ausrichtung sollte geachtet werden. Die besiedelten Arten sind übrigens äußerst friedliebend und ungefährlich.
Bauanleitungen
Aus zurechtgesägten Brettern (Materieal: unbehandelte Hölzer, Stärke min. 16 mmm besser 19 mm) werden vorne offene Holzkästen zusammengeschraubt und genagelt. Beim Füllen gibt es verschiedene Möglichkeiten und Gestaltungsarten nach individuellen Vorlieben. Der Kasten kann z.B. hauptsächlich mit Stroh oder Schilf - mit kleinen Zwischenschichten aus Lehm festgeklebt - gefüllt werden. Mit angebohrten Holzklötzen, Baumscheiben oder Stämmen (Eiche, Buche, Arkazien- oder Obstbaumholz) können wir geeignete Nisthilfen anbieten. Die Bohrungen sollten einen Durchmesser von 1 - 10 mm und eine Tiefe von 5 - 10 cm haben und waagerecht orientiert sein. Ebenso können hohle Stengel und Zweige von Holunder oder Schilf gebündelt aufgehängt werden.
Schützen Sie das Insektenhotel vor Feuchtigkeit, weil der Pollenvorrat der Larven sonst verpilzt. Nisthilfen müssen auch im Winter draußen bleiben. Die Insekten würden in der Wärme zu früh aus dem Nest schlüpfen und sterben. Des Weiteren muss unbedingt die Umgebung beachtet werden. Es müssen genügend Blüten das ganze Jahr vorhanden sein, ansonsten fehlt den Insekten die Nahrungsgrundlage und Ihr Insektenhotel wird nicht angenommen.
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